Zumikon wünscht sich «e guets Nöis»
Wie üblich am letzten Sonntag der Weihnachtsferien stiess «tout» Zumikon im Cheminéeraum des Gemeinschaftszentrums aufs neue Jahr an. Und alle erhielten das Neujahrsblatt. Die Zumiker Künstlerin Claudia Bischofberger präsentierte eine neue Sicht auf die Kirche Zumikon, die als Wahrzeichen des Dorfs am Chapf gilt.
Text und Bilder: Willy Neubauer
Knallrot ist sie, die reformierte Kirche Zumikons, die das Neujahrsblatt 2012 ziert. Claudia Bischofberger, die auch der Galerie Milchhütte im Dorf vorsteht, hat die moderne, frische Ansicht gestaltet. Es ist ein alter Brauch, dass Zumiker Künstler ein Neujahrsblatt gestalten und es den Besuchern am Neujahrsapéro gratis abgegeben. Die Künstlerin kam kaum nach mit Signieren, ihr Werk fand reissenden Absatz.
Bischofberger, die Witwe des bekannten Malers Bruno Bischofberger, ist schon lange in Zumikon ansässig. Sie ist Mitbegründerin und Stiftungsratspräsidentin des Kinder- und Jugendmuseums und Leiterin des Mobilen Museums Sammelsurium, das kürzlich einen runden Geburtstag feierte. In dieser Funktion unterstützt sie auch Projektwochen in Schulen und Vorschulen, zum Beispiel zum Thema «Westafrika», das der Kindergarten Weizenacher 2006 auf die Beine stellte.
Feine Häppchen mit musikalischer Untermalung
Kurz nach 11 Uhr begann der Run aufs Buffet, der zum Glück nicht so chaotisch ausartete wie in Reinhard Meys Song «Die heisse Schlacht am kalten Buffet». Obwohl man sich das durchaus hätte vorstellen können, bei den Häppchen, die Caterer Leo Wildhaber auftischte, der ja bekanntlich in seinem Lokal «Leo’s Bistro» beim Stauffacher in Zürich die Kunst der «Haute Cuisine» zelebriert.
Beinahe etwas untergegangen im lauten Stimmengewirr ist die musikalische Untermalung von Violinistin Sophie Lüsser und Thomas Lüscher am Flügel, die mit jazzigen Klängen das Publikum bestens unterhielten. Lüsser, deren Grosseltern in Zumikon lebten, ist derzeit in der Tango-Hauptstadt Buenos Aires zu Hause, ist also sozusagen eine musikalische Weltenbummlerin.
Lasst uns «Dorfklatschen»
Nach der Begrüssung durch Urs Keller, dem Präsidenten des Gemeindevereins, widmete man sich dem gepflegten Dorfklatsch. So bildeten sich immer wieder neue Grüppchen, die das Dorfleben der vergangenen Wochen und Monate durchkauten. Daran beteiligt waren Schulpflege-Präsident Andreas Hugi, Gemeindepräsident Hermann Zangger, der kurz vor Schluss vorbeischaute, Sozialvorstand Dominique Piaz und RPK-Präsident Francis Hodgskin.
Ein Kränzchen winden darf man auch dem Team vom Vorstand des Gemeindevereins, das unter Federführung von Lukas Fischer einen tipp-toppen Anlass organisiert hat und kaum nachkam, immer wieder frische Häppchen anzuschleppen. Und trotzdem war das Buffet in Nullkommanichts wieder leergefegt. Gut, dass sich der Neujahrsapéro um 14 Uhr dem Ende zuneigte. Wer weiss, die lange die Vorräte noch gereicht hätten.
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