29 Verletzte aus brennender Frieda gerettet
Grosseinsatz der Feuerwehr Zumikon: In Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Zürich und der Stützpunktfeuerwehr Meilen wurde eine heftig rauchende Forchbahn im Tunnel gelöscht und 29 verletzte Passagiere gerettet. Die Übung war ein voller Erfolg.
Text und Bilder: Willy Neubauer
«Nach einer Kollision im Tunnel geriet eine Komposition der Forchbahn in Brand und musste gelöscht werden. Zudem galt es, verletzte Passagiere zu retten. Wir haben alle Verletzten innert nützlicher Frist bergen und medizinisch versorgen können», erklärt Benny Wurmser der Einsatzleiter der dieser Feuerwehr-Übung.
Und die Szenerie ist sehr realistisch. Rauch quillt aus dem Eingang zur Station, man sieht kaum die Hand vor Augen. Feuewehrmänner mit Atemschutzgeräten und Lampen am Helm und Bahren für die Verletzten keuchen die Treppe hinunter und verschwinden nach drei, vier Schritten im dichten Rauch auf der Suche nach Opfern. Unterdessen richten Sanitäter beim Eingang zur Post die Sanitäts-Hilfsstelle ein. Andere legen die Schläuche aus, ver binden sie mit der «Zapfstelle» am Feuerwehrauto, Wasser schiesst hinein, die Schläuche führen einen Tanz auf wie paarungsbereite Riesenschlangen. Alles steht unter Strom, nur im Tunnel fliesst keine Elektrizität mehr– ein Feuerwehrkorporal hat, nach den Anweisungen eines Forchbahn-Mitarbeiters, den Strom abgestellt. Die Löscharbeiten können beginnen.
Schemenhafte Gestalten im dichten Rauch
Die Szene könnte aus einem Horrorfilm stammen: Man sieht kaum die Hand vor Augen. Da – der Strahl einer Lampe. Schemenhaft tauchen Gestalten in Orange auf. Sie schieben einen vierrädrigen, kleinen Wagen, der sich, einer Draisine gleich, auf den Geleisen fortbewegt. Darauf sitzen Verletzte, auch eine Frau im Rollstuhl, die so gerettet werden. Wer nicht mehr gehen kann, wird auf der Bahre abtransportiert. Schwerstarbeit für die Feuerwehrleute mit der ganzen Ausrüstung, den Atemmasken, den Flaschen auf dem Rücken und den Verletzten auf der Bahre.
Szenenwechsel. Rettungssanitäter Daniel Ruckstuhl gibt an der Sanitätsstelle vor der Post Anweisungen. Da werden die verletzten versorgt, mit Zetteln versehen auf denen Angaben stehen, die sie im Ernstfall auf die Reise ins Spital zur Identifikation begleiten würden. Im Ernstfall würden jetzt die Spitäler informiert: wie viele Verletzte, welche Verletzungen, wohin damit. An der Übung kümmern sich die Sanitäter um die Figuranten, die ihre Verletzungen sehr realistisch simulieren. Auf dem Dorfplatz, bei den Stationen Waltikon und Maiacher stehen Fahrzeuge der Feuerwehr mit blinkenden Lichtern. Die Motoren, welche die Pumpen antreiben, brummen. Kommandos ertönen. Und mancher Automobilist wird sich fragen, was denn überhaupt los ist, während er auf das Zeichen für freie Fahrt wartet.
Unterhaltung beim Nachtessen
Die Gäste im Dorfplatz-Bistro haben beste Sicht auf das Spektakel, das sich dem Ende zuneigt. Kommandant Roland Eberli ist zufrieden mit dem Ablauf der Übung, von der nur das Kader wusste. Die Truppe wurde per Pager aufgeboten, wie im Ernstfall. Feuerwehrmann Willi Schweizer beispielseweise hat der Ruf vor Rapperswil erreicht. Er hat gewendet und ist sofort zurückgekehrt. «Auch die Zusammenarbeit mit Zürich und Meilen hat geklappt», merkt Eberli an. Nach dem neuen «Tunnelkonzept» rückt immer die Ortsfeuerwehr zum Schadenplatz vor, die Stützpunktfeuerwehren unterstützen sie. «Natürlich passierten auch Fehler», meint Eberli , «aber das muss sein, sonst lernt man ja nichts». Die Effizienz war sehr gut, war hatten schnell viele Leute vor Ort. Einsatzleiter Benny Wurmser hat einen prima Job geleistet. Immerhin waren rund 100 Männer und Frauen im Einsatz, beschliesst Eberli seine «Manöverkritik».
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