Wenn das Direktionsbüro des Zumi-Parks einen Gast beherbergt
Der Zumipark feiert heuer sein 30-jähriges Jubiläum. Die Alters- und Pflegeresidenz ist voll belegt, Direktor Urs Ruoss führt einen erfolgreichen Betrieb.
Text und Bilder: Willy Neubauer
An der Jubiläumsfeier arbeitete Urs Ruoss, seines Zeichens Direktor der Alters- und Pflegeresidenz Zumipark, im hinteren Bereich des Empfangs – sein Büro war nämlich zweckentfremdet. Es diente temporär als Unterkunft für einen Feriengast des Zumiparks. Nichts könnte die Philosophie dieser Institution besser zum Ausdruck bringen als diese kleine Geschichte.
Mit der Maxime «das Beste zu geben für das Wohl der Gäste» wurde der Zumipark 30 Jahre alt. Bei der Eröffnung 1981 war die Institution das erste Haus der Schweiz in dieser Form und weit herum bekannt.
Mitte Juli fand die Jubiläumsfeier statt. Am Freitag mit einem offiziellen Anlass, an dem auch alt Bundesrätin Elisabeth Kopp teilnahm, die seinerzeit bei der Eröffnung als Gemeindepräsidentin Zumikons amtete. Und am Samstag mit einem Tag der offenen Tür, an dem die Kempttal Örgeler Gäste und die Bewohner des Zumiparks mit lüpfigen Weisen unterhielten. Unter den rund zwei Dutzend Musikanten mit ihren «Schwyzerörgeli» und den Trachten ist auch der Zumiker Hans Blöchlinger anwesend, der in verschiedenen Örgeli-Formationen mitspielt. Und die Besucher wurden von der Zumipark-Küche unter der Leitung von Küchenchef Thomas Ernst verwöhnt.
Gourmet-Küche mit vielseitigem Angebot
Wenn Liebe wirklich durch den Magen geht, dann muss das neunköpfige Küchenteam von den Zumipark-Bewohnern heiss geliebt werden. Thomas Ernst leitet eine Gourmet-Küche, in der mit Frischproduktion gekocht wird und die jeden Tag Fisch, Fleisch und Vegetarisches zur Auswahl anbietet. Und selbstverständlich gehen Ernst und sein Team auch auf spezielle Anliegen ein, die den Gesundheitszustand der einzelnen Gäste berücksichtigen.
Insgesamt 38 Betten bietet der Zumipark, 70 Mitarbeitende teilen sich 52 Vollzeitstellen und sorgen dafür, dass sich die Gäste des Zumiparks rundum wohl fühlen. «Auch wir spüren den Trend, dass die Gäste immer länger in ihren eigenen vier Wänden bleiben», erklärt Ruoss. Dank Spitex und anderen Hilfsinstitutionen sei dies möglich. Dafür werde das Angebot an Pflegedienstleistungen auch im Zumipark immer mehr beansprucht. Man habe sich dem angepasst und könne heute die Pflege- und Betreuungshilfen nach den vom Kanton anerkannten BESA-Stufen mit der Krankenkasse abrechnen. Was nichts anderes heisst, als dass die Kosten für Pflege und Betreuung kantonal festgelegt und überall gleich hoch sind. Einzig die Kosten der Hotellerie unterscheiden sich von Haus zu Haus, dafür bietet der Zumipark seinen Gästen auch ein exklusives Angebot, das kaum mehr zu überbieten ist.
Schöne Aussicht auf lauschigen Garten
Ruoss freut sich, dass der Zumipark auch acht Lehrlingen aus der Region in den Bereichen Küche, Pflege und Betriebsunterhalt (Hauswartung) einen Ausbildungsplatz bietet. Inzwischen örgelen die Kempttal-Örgeler wieder. Im Festzelt stehen Kaffee und Kuchen für die Gäste bereit. Wer will, kann auch im prächtigen Garten mit dem lauschigen Teich Musik und Erfrischungen geniessen. Oder sich den Blutdruck messen lassen.
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