Country-Fest für die Ärmsten Afrikas in Zumikon
Rolf Raggenbass mit seinen Country Hearts und den Gästen Doris Ackermann und Toni Vescoli liessen am Benefiz-Konzert den Gemeindesaal in Zumikon erbeben. Der Erlös ging an den Verein «Aktion Bujumbura» Zumikon, der in Burundi und Madagaskar Ausbildungsstätten für behinderte Kinder unterstützt.
Text und Bilder: Willy Neubauer
Manchmal ist es gut, einen berühmten Bruder zu haben. Ursi Hartmann, die Schwester von Rolf Raggenbass, war sichtlich froh, dass ihr Bruder das Benefiz-Konzert professionell organisierte und als Titel-Act gleich dafür sorgte, dass der Gemeinde-Saal in Zumikon Anfang September mit erwartungsvollen Country-Fans gut gefüllt war.
Und der Zumiker Country-Star legte gleich los um seinem Publikum das zu bieten, was es von ihm gewohnt ist: Gute, ehrliche Country Musik. «Folsom prison Blues» des unvergesslichen Johnny Cash interpretierte die langjährig eingespielte Band mit dem nötigen Feuer, sodass der Funken gleich auf das begeisterte Publikum überging. Ein langer Country-Block heizte dem Auditorium gehörig ein und liess zur ersten Pause zufriedene Fans zurück.
Temperament-Bündel Ackermann
Der Geräusch-Kulisse nach hatte auch Doris Ackermann einige Fans mobilisiert. Die zierliche Frau mit der starken Stimme nahm das Publikum im Nu für sich ein. Ihr Set, bei dem sie von Raggenbass und den Country Hearts perfekt begleitet wurde, liess bei den Country Fans keine Wünsche offen. Stimme und Performance waren schlicht umwerfend und man glaubte ihr, dass sie sich einfach freue, vor diesem Publikum auftreten zu dürfen. «Und das noch für einen guten Zweck», wie sie anmerkte.
Jetzt leitete Raggenbass zum Mundart-Set über mit Titeln aus der letzten CD «Läbe und läbe laa». Und da stiess dann der unverwüstliche Toni Vescoli dazu, der ja auf diese CD mit von der Partie ist. Das Konzert abgeschlossen hat «Achy breaky Heart» in Vescolis Mundartfassung «Mis arme schwache Härz». Übrigens, die Herzen in Bujumbura werden höher schlagen.
Starthilfe ins schwierige Leben
Der Erlös von 10.000 Franken entspricht ca.15'400’000 Burundischen Francs. Damit können die Löhne der 40 einheimischen Mitarbeiter des Institutes «Saint Kizito» in Bujumbura für knapp vier Monate sichergestellt werden. Und diese 40 Mitarbeiter geben insgesamt 270 Kindern unbezahlbare Hilfe auf ihrem schwierigen Lebensweg mit. 230 dieser Kinder leben in «Saint Kizito», 198 sind körperbehindert. Im Gebiet an der Grenze zum Kongo herrscht permanent Krieg, Landminen bringen den Schwächsten, den Kindern, unvorstellbares Leid. Kein Wunder, freuen sich Ursi Hartmann, Präsidentin der Aktion Bujumbura und Ihre Vorstandskollegen so über das erfolgreiche Konzert.
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