Eine gediegene Jungbürgerfeier
Zur Jungbürgerfeier hat der Gemeinderat 120 Junge eingeladen. Rund 50% feierten zusammen mit Eltern, dem Gemeinderat und einige Gästen aus Kirchenpflege und Jugendarbeit. Nebst feinem Food und Drinks begeisterte die Band Xotnix die neuen Jungbürger.
Text und Bilder: Willy Neubauer
Die Szenen beim Apéro erinnern ein wenig an die alte Fernsehsendung «Weisch no?» mit Ueli Beck. Da wird begrüsst, umarmt, geküsst – und in Erinnerungen geschwelgt. Manche der 18- und 19-Jährigen haben sich seit der gemeinsamen Schulzeit nicht mehr gesehen – Stoff zum Erzählen ist also ausreichend vorhanden. Und seit die Gemeinde den Anlass nur noch alle zwei Jahre durchführt, also zwei Jahrgänge zusammenfasst, ist auch die Teilnehmerzahl des gediegenen Anlass entsprechend, der Gemeindesaal ist gut gefüllt.
Sie würden neue Rechte erhalten, meint ein sichtlich zufriedener Gemeindepräsident Hermann Zangger bei der Begrüssung. Zum Beispiel das Recht, aktiv am politischen Leben teilzunehmen – ohne die Pflicht, sich gleich in ein politisches Amt wählen zu lassen. Das Recht dazu hätten sie jetzt – und natürlich das Recht, Steuern zu bezahlen. Dafür kämen auch einige Pflichten auf sie zu.
Nun, die Jungen nehmen es locker und um 18.30 Uhr öffnen sich die Türen zum Gemeindesaal, wo schön geschmückte Tische den Ansturm der Gäste erwarten. Toni Küng und sein Team von Zumi’s Bistro haben gute Arbeit geleistet.
Feines Essen, gute Stimmung
Nach der Begrüssung durch den Gemeindepräsidenten bringt der Film «Ü 18» den Jungen auf leichte, humoristische Art ihre neuen Rechte und Pflichten näher. Und das wird das Buffet «Mercato Bella Italiana» eröffnet. Verführerisch angerichtete Salate und Antipasti laden zum Zugreifen und führen zum ersten Highlight des Abends: Xotnix mit dem charismatischen Frontman Thomas Kauflin, hauptberuflich seines Zeichens Gemeindeschreiber von Zumikon begeistert das Publikum mit einem Set von Mundart-Rocksongs. Dass Kauflin ein begnadeter Schauspieler ist, weiss jeder, der jeweils die Vorstellungen der «Kulisse» in Küsnacht besucht. Dass er als Sänger ebenso talentiert ist, beweist er an dieser Jungbürgerfeier.
Jetzt wechselt Kauflin das Metier, wird wieder zum Gemeindeschreiber, der die Namen der neuen Bürger aufruft. Und alle Jungen erhalten vom Gemeindepräsidenten ihr Geschenk: Ein Badetuch in den Zumikerfarben und, wer will, das Büchlein «Schweiz in Sicht».
Gemeindeschreiber verschenkt sein Herz
Es ist angerichtet, das Hauptspeisebuffet aufgedeckt. Und anders als in Reinhard Meys Song «Die heisse Schlacht am kalten Buffet», geht es äusserst gesittet zu und her. Es reicht für alle. Und auch vom guten Tropfen, der zu einem solchen Mahl gehört, ist genügend vorhanden.
Jetzt kommt Xotnix nochmals zum Zuge. Wie wörtlich Sänger Kauflin den Song «I schänke dir mis Härz» bei all den anwesenden jungen Schönheiten gemeint hat, entzieht sich der Kenntnis des Schreibenden, zumal seine Lebenspartnerin ebenfalls anwesend ist.
Nach dem opulenten Dessertbuffet, bei dem sich der Augenschmaus zum Gaumenschmaus wandelt, klingt die Jungbürgerfeier noch in der Lounge aus, wobei sich die gesetzteren Semester vorwiegend nach Hause zurückziehen. Eine gediegene Jungbürgerfeier, bei der die Jungen fröhlich, aber nicht ausartend gefeiert haben, neigt sich dem Ende zu.
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