Tout Zumikon war «anstössig» am Neujahrsapéro
Der Zumiker Neujahrsapéro ist Kult. Am letzten Sonntag der Weihnachtsferien stiess «tout» Zumikon im Cheminéeraum des Gemeinschaftszentrums aufs neue Jahr an. Und die handsignierten Neujahrsblätter gingen weg wie warme Weggli.
Text und Bilder: Willy Neubauer
Er wünsche sich, dass alle Gemeindeversammlungen so gut besucht wären wie der Neujahrsapéro des Gemeindevereins, meinte Gemeindepräsident Hermann Zangger bei der kurzen Ansprache an seine «Schäfchen». Gut, bei einer Gemeindeversammlung gibt es keine feine Häppchen, die Toni Albino vom Triangel herbeizaubert. Und es gibt weder Prosecco, noch Wein oder feine Säfte, die die Stimmung und damit den Lärmpegel auf ungeahnte Höhen steigen lassen. Selbstverständlich kann der Teilnehmer nach einer Gemeindeversammlung auch kein Neujahrsblatt zu Hause aufhängen, das von der Künstlerin, dieses Jahr stammt es von der Zumikerin Rosalee Gahler, am Ort handsigniert wird. Gahler, eine gebürtige Südafrikanerin, hat die Fotos einer Südafrikanerin vor dem Hintergrund des Uetlibergs im Photoshop zusammenkopiert. Das Resultat ist eine faszinierende, ungewohnte Perspektive, Fotorealismsus eben.
Gute Wünsche ohne Ende
Gahler kam mit dem Signieren kaum nach. Denn für jeden Anwesenden, der sich wieder verabschiedet, erobern sich zwei oder drei Neue ihren Platz am Buffet. Stimmung und Temperatur steigen und Sandra Weiss am Saxofon und Marcel Ricklin mit der Gitarre tragen mit ihren heissen Rhythmen das ihre dazu bei. Bis dann der Präsident des Gemeindevereins, Marc Bohnenblust, seine Gäste begrüsst, allen «es guets Nöis» wünscht und die Künstlerin vorstellt. Jetzt wird das vergangene Jahr im Dorf diskutiert, die Anwesenden und Abwesenden und die verflossenen Ereignisse durchgekaut. Diese Ereignisse haben im Dorf teilweise hohe Wellen geschlagen. So wünscht denn Zangger den Zumikern für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und Erfolg. Und den Mut, den Herausforderungen im neuen Jahr zu begegnen. Und vor allem den Mut, bei den anstehenden Pendenzen und «Baustellen» Nägel mit Köpfen zu machen. Dass zum Beispiel die Überbauung Ankenbüel realisiert wird. Denn Zumikon brauche dringend Familien aus dem Mittelstand, die das Dorfleben aktiv mitgestalten würden. Und er wünscht sich, dass das Schulstandortproblem, wie auch immer, gelöst werde, Hallenbad und Wärmeverbund zu einem guten Ende komme und dass Zumikon weiter prosperiere. Gegen 14 Uhr löst sich die gutgelaunte Versammlung auf. Schön, dass der Neujahrsapéro Kult-Status erreicht hat und um die 200 Besucher anzieht.
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