Am Handharmonika-Konzert harmonierten Jung und Alt
Am Sonntag gab der Handharmonika-Club Forch-Zumikon sein Jahrskonzert. Der Zumiker Gemeindesaal war gut gefüllt, das Publikum verdankte die konzertante Vorstellung mit viel Applaus.
Text und Bilder: Willy Neubauer
Zum Auftakt örgeln die Musikanten die Erkennungsmelodien von «Die Sendung mit der Maus» und «Hey, hey, Wickie». Das passt genau zu den zwei jüngsten Mitgliedern des Orchesters – Winona Brinkmann ist 8-jährig, Armin Meier, der Sohn von Dirigentin Silvia Meier, zählt 9 Jahre. Zur Fraktion der ganz Jungen gehört noch Armins Schwester Freya, 10, die das Xylophon gekonnt bearbeitet. Und Diederick Hutter und Natalie Läubli, beide sind 13, die ihren Handharmonikas die schönsten Töne entlocken. Die «Jugendfraktion» spielt bei einigen Stücken mit und nimmt dann in der ersten Reihe Platz.
Die Zusammenarbeit klappt prima, das musikalische Niveau ist hoch. Meier entführt das Publikum auf hohe See mit der Filmmelodie von «Fluch der Karibik». Da sieht man vor seinem geistigen Auge Johnny Depp als Captain Sparrow der schönen Keira Knightley nachjagen. «Harry Potter Themen» und die Melodie zur «Fred Feuerstein» Serie beenden das Thema Filmmusik.
Bodenständiges kommt an
Jetzt spielt die kleine Formation «Lüpfiges» aus der Schweizer Szene. «Urnerbodä-Kafi» «De Senn of em Tanzbode» und «de Appezeller-Bläss» lassen erkennen, warum die Handharmonika ein traditionelles Instrument der Volksmusik ist. Und zum Abschluss des unterhaltsamen Konzertes erfreut das Orchester sein Publikum mit Walzer, beschwingten jüdischen Melodien à la «Anatevka» und anderen bekannten Melodien. Beim anschliessenden Apéro äussert sich Präsident Reto Rothmayr positiv zur Zukunft des Clubs. Das Zusammenspiel von Jung und Alt funktioniere hervorragend, meint der Präsident, der auch mitspielt. Er hoffe, dass einige Junge dem Orchester erhalten blieben. So, wie Sophie Herrmann, die als Matur-Arbeit das Stück «Sophie No. 1» für Handharmonika komponiert habe, welches das Orchester der Prüfungskommission vorgespielt habe. Schön, wenn die Zusammenarbeit derart harmonisch verläuft. Das Publikum war gleicher Meinung und verabschiedete die Musikanten mit herzlichem Applaus.
Hier gehts zur Bildgalerie
>>top