Zumiker Neujahrsapéro ist Kult
Gewohnt zahlreich stiess «tout Zumikon» am ersten Sonntag nach Neujahr im Cheminée-raum des Gemeinschaftszentrums aufs neue Jahr an. Der Neujahrsapéro zog auch bei märchenhaftem Winterwetter viele Leute an, die sich gegenseitig «Es guets Nöis» wünschten und ihr handsigniertes Neujahrsblatt in Empfang nahmen.
Text und Bilder: Willy Neubauer
Auch 2010 war der Cheminée-raum wieder randvoll gefüllt mit Zumikerinnen und Zumikern, die sich gegenseitig alles Gute wünschten. Schon kurz nach elf Uhr knallten erste Prosecco-Korken, begann der Run auf Weissen, Roten, Mineral, Saft und feine Häppchen, die der organisierende Gemeindeverein auftischte. Und für jeden, der sich früh wieder verabschieden musste, eroberten sich zwei oder drei Neue ihren Platz am Buffet. Stimmung und Temperaturen stiegen und erreichten ihren ersten Höhepunkt, als das Gitarren-Trio «A-Kustic» die Herzen der Zuschauer mit schönen Balladen eroberten. Das Repertoire von «A-Kustic», der Formation aus dem ausländischen Aargau, reicht von Country über Rock und Blues bis zu den Hits von Gölä.
Neujahrsblatt von Simone Dehmelt
Simone Dehmelt, die Zumiker Künstlerin, die das Kunst-Gen wohl von ihrer Mutter, der bekannten Künstlerin Mily Dür geerbt hat, gestaltete das Neujahrsblatt, eine Art Collage mit Szenen aus Zürich. Die Reprografie des Werkes wurde der Bevölkerung vom Gemeindeverein offeriert. Und Dehmelt kam mit Signieren kaum nach. Die Künstlerin hat übrigens neun Jahre lang die Galerie Milchhütte in Zumikon als Ko-Leiterin geführt und tritt dieses Amt 2010 an die ebenfalls anwesende Claudia Bischofberger ab.
Lasst uns übers Dorf klatschen
Natürlich werden am Neujahrsapéro auch das vergangene Jahr im Dorf im diskutiert. So wurden in kleineren und grösseren Gruppen die Anwesenden und Abwesenden und die verflossenen Ereignisse durchgekaut. Und auch Dorfprominenz war anwesend. Die zurücktretenden Gemeinderäte Ursula Rasch, Brigitta Bohnenblust und Gaston Guex stiessen ebenso aufs Neue Jahr an wie Milena Danielsen, die 2010 für den Gemeinderat kandidiert. Und auch Schulpfleger Andreas Hugi war mit seiner Familie anwesend. Theologie-studentin Monika Götte kam direkt vom Gottesdienst, wo sie die Predigt gehalten hatte. Gegen 14 Uhr löste sich die gut gelaunte Versammlung auf – der Zumiker Neujahrsapéro hat zweifellos inzwischen Kult-Status erlangt.
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